F-104 Starfighter
Beim Flughafen in Grenchen, genauer gesagt im Kreisel der Strasse, welche den Flughafen mit der Autobahn verbindet, steht seit geraumer Zeit ein echter Hingucker.
Es handelt sich dabei um eine ehemalige Lockheed F-104 S Starfighter der italienischen Luftwaffe. Zu Beginn ihrer Karriere als Gate Guard wurde die Starfighter allerdings mit einem Anstrich der US Air Force versehen. Diese militärische Aufmachung wurde aber von einem Teil der Anwohner nicht sonderlich geschätzt. Als 2003 ein starker Sturm die Maschine vom Sockel riss, nahm man die Gelegenheit wahr, und der Sponsor Breitling liess die Maschine mit einem unverfänglichen Anstrich versehen. Seither wird der exotische Gate Guard im Kreisel toleriert.
Kleiner Rückblick auf die F-104
Den Erstflug absolvierte die YF-104A bereits am 17. Februar 1956.
Entwickelt wurde die F-104 aufgrund von Forderungen von Piloten, die im Korea-Krieg Erfahrungen mit der F-86 Sabre gesammelt hatten. Diese Piloten wollten ein möglichst schnelles Flugzeug mit sehr guter Steigleistung. Auf schwere Geräte wollten diese Piloten hingegen gerne verzichten. Dies sicher in Anspielung auf die F-86, die doch ein ganzes Stück schwerer war als ihr damaliger Gegner, die MiG-15! Clarence 'Kelly' Johnson nahm diesen Wunsch ernst und entwickelte in kürzester Zeit eine schnittige Maschine, die bei ihrer Vorstellung sowohl Piloten wie auch das Publikum in ihren Bann zog. Die F-104 Starfighter wurde von der Propaganda auch 'bemannte Rakete' benannt.
Um die Popularität der F-104 noch zu steigern und diese vor allem auch für ausländische Kunden attraktiv zu machen, wurden auch Höhen- und Geschwindigkeitrekorde mit der F-104 angestrebt.
Am 16. Mai 1958 war es dann soweit:
Captain Walter W. Irwin startete mit der insgesamt 4 Maschine, nachdem es mit den anderen F-104 zu unterschiedlichen Problemen gekommen war, und stellte über eine Strecke von 16.25 km, welche in beiden Richtungen in einer Höhe vom 13 km durchflogen werden musste, einen neuen absoluten Geschwindigkeitsrekord von 2259 km/h auf.
Auch in der Schweiz wurde die Beschaffung der F-104 geprüft. 1958 wurde ein Nachfolger für die veralteten DH-100 Vampire gesucht. Geprüft wurden die Typen F-104, Saab Draken, F-11F Super Tiger und Mirage III. Schlussendlich entschied sich die Beschaffungskommission für die Mirage III.













